BananaJoe - Mailserver
Ein Mailserver für Windows
Das Mercury/32 Mail Transport System ist ein kostenloser Mailserver für Windowssysteme.
Es stammt aus der selben Programmschmiede wie das bekannte Email-Programm Pegasus, und eignet
sich hervorragend, um im eigenen LAN einen leistungsfähigen Mailserver aufzusetzen.
Das Mercury/32 Mail Transport System (im folgenden nur noch Mercury/32 genannt) ist einfacher zu konfigurieren, als
es im ersten Augenblick den Anschein hat.
Mercury/32 eignet sich nicht nur, um Emails im lokalen Netz (LAN) zu verschicken, der Server kann auch mit externen POP3 Servern
Kontakt aufnehmen und ermöglicht so auch den Versand von Emails aus dem lokalen Netz heraus.
Was wird gebraucht?
Klar, ausser einem laufenden Windowssystem wird die Mailserversoftware benötigt ;-)
Die jeweils aktuellste Version kann man unter http://www.pmail.com/downloads.htm
herunterladen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Anleitung war die Version 3.32 aktuell.
Unter http://www.pmail.com/downloads.htm finden sich zwei Versionen von Mercury/32.
Und zwar Mercury Mail Transport System for Novell NetWare Servers (NLMs) v1.48 und Mercury Mail Transport System for Win32 and NetWare Systems v3.32.
Wir benötigen für unsere Zwecke die zuletzt genannte Version.
Installation und Grundkonfiguration
Nach dem Download führen wir das Installationsarchiv aus.
Das Archiv ist selbstenpackend, eine Packersoftware wie WinZip oder ähnliches wird also nicht benötigt.
Mit einem Klick auf die Schaltfläche Setup wird der eigentliche Setup-Vorgang gestartet.

Da wir eine Neuinstallation durchführen, geht es weiter mit New installation.
Im weiteren Installationsverlauf werden benötigte Angaben durch einen Installationsassistenten abgefragt.
Im nächsten Dialog werden wir gefragt, ob wir Mercury/32 als Standalone, oder mit NetWare Support installieren wollen.
Hier sieht man schon, dass Mercury/32 schon eine etwas professioneller Auslegung hat. Wir wählen hier No NetWare Support.

Wie von den meisten Installern gewohnt, muss auch angegeben werden, wo wir die Software installieren möchten.

Der nächste Dialog ist nur wichtig für diejenigen, die als Mailprogramm das aus demselben Softwarehaus stammende
Pegasus Mail verwenden. Mercury/32 unterstützt eine direkte Integration dieses Programmes.

Als nächstes muss noch angegeben werden, an welchem Ort die Email Postfächer gespeichert werden sollen.
Ich würde empfehlen, die Postfächer auf eine andere Partition, als das Hauptprogramm zu legen.

Mercury/32 ist Modular aufgebaut. In der folgenden Liste stehen die wichtigsten Module mit einer kurzen Erklärung.
MercuryS
Das ist der SMTP Server, er ist für den Empfang von Emails verantwortlich
MercuryC / MercuryE
Dieses Modul ist der SMTP Client und übernimmt den Versand der Emails. Der SMTP Client nimmt Kontakt mit dem SMTP Server des ISP auf, um
Emails aus dem lokalen Netz an den SMTP Server des ISP (Internet Service Provider) weiterzuleiten.
MercuryP
Beim POP3 Server können die User ihre Mail abholen.
MercuryD
Der POP3 Client holt die Emails aus dem Postfach des POP3 Servers des ISP und legt sie für jeden User des lokalen Netzes getrennt auf dem
lokalen POP3 Server ab.
MercuryX
Das MercuryX Modul ist ein Scheduler, eine Zeitsteuerung, mit der man die oben genannten Module für eine unbeaufsichtigte Arbeit konfigurieren kann.
MercuryF
Finger Modul
Wichtig für uns wären erstmal zum einen das SMTP Server Modul und das POP3 Server Modul, zum anderen noch das POP3 Client Modul.
Eventuell noch das MercuryX Modul, wenn wir später dern Scheduler nutzen möchten.

Im nächsten Dialoge müssen wir noch ein SMTP Client Modul auswählen.
Das SMTP Modul gibt es einmal als MercuryC und einmal als MercuryE.
MercuryC empfiehlt sich für diejenigen, die keine permanente Verbindung zum Internet besitzen, also alle, die sich
über die Windows DFÜ Funktion einwählen (auch für die DSL Nutzer).
MercuryE ist mehr etwas für diejenigen, die sich eine echte Standleitung leisten können ;-)
Ich habe hier das MercuryC Modul gewält.

Der folgende Dialog ist wichtig! Man kann ihn zwar überspringen, um diese Konfiguration zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen,
aber ohne diese Konfiguration funktioniert erstmal nichts.
Im Feld This machine's internet domain name tragen wir die "lokale" IP Adresse des Rechners ein (bsp. 192.168.0.1).
Im darauffolgendem Feld vergeben wir einen Usernamen für den Postmaster, also denjenigen, der für alles Verantwortlich ist :-)
(bsp. "Admin", "host", "blubberquark" etc pp).
Das dritte und letzte Feld ist für den SMTP Servernamen des ISP vorgesehen. Dieser muss bekannt sein und im Zweifelsfall beim Provider nachgefragt werden.

Im folgenden können wir noch einstellen, ob und wie Mercury/32 mit dem sogenannten Relaying umgehen soll, d.h. ob andere Server unseren als
Relay benutzen dürfen.
Für unsere Zwecke reicht die Einstellung Normal. Ist der Rechner mit dem Emailserver permanent online (Standleitung) ist Strict angesagt,
was Relaying nicht oder nur für freigegebene IPs erlaubt, der Administrationsaufwand ist allerdings auch um einiges höher.
Die Einstellung None ist nicht empfehlenswert, hier steht Spammern, die auf der Suche nach Servern die sie für ihre Zwecke missbrauchen können sind,
die Tür weit offen.

Der letzte Installationsdialog, in dem wir nocheinmal etwas eintragen müssen. Den Speicherort für die Mail Queue.

Jetzt endlich dürfen wir aus Install Mercury/32 klicken, um alles auf die Platte zu schaufeln :-)

Mit einem Klick auf Exit können wir das Setup abschliessen.
