BananaJoes WAMP
Vorwort
Irgendwann kommt der Tag, an dem der Webdesigner eine Website mit aktiven Inhalten mittels Skriptsprachen wie PHP oder Perl erstellen möchte.
Anstatt die erstellten Seiten immer wieder zum Testen auf den
Webspace hochzuladen und dabei Zeit und Geld zu investieren, bietet
es sich hier an, auf dem lokalen Entwicklungsrechner einen eigenen
Webserver zu installieren.
Hier kann in Ruhe getestet werden.
Als Webserver wird in diesem Tutorial der Apache-Webserver eingesetzt.
Doch nun zur Tat:
Als erstes müssen wir uns die benötigte Software in der jeweils aktuellen Version aus dem Netz besorgen.
Der Webserver: http://httpd.apache.org/dist/httpd/
oder: http://www.apache.org/dist/httpd/
PHP4: http://www.php.net/downloads.php
hier das "zip package" und nicht den
"installer" auswählen!
MySQL: http://www.mysql.com/downloads/
die "normale" Variante reicht, die "max"
Version wird nicht benötigt.
Perl: http://aspn.activestate.com/ASPN/Downloads/ActivePerl
Installation des Apache
Der Webserver wird installiert:
Die Installation des Webservers ist unter Windows mit wenigen
Mausklicks erledigt.
Einfach die Installer-Datei mit der Endung *.msi auswählen, und los gehts.
Hinweis!
Der msi Installer Mechanismus ist nicht Bestandteil jeder
Windows Version.
Windows98 und SE kennen diesen Mechanismus von Haus aus nicht,
ebenso Windows NT.
In diesen Fällen, wo eine *.msi Datei nicht ausführbar
sein sollte, kann man sich die notwendige Datei von Microsoft
besorgen:
MSI Installer für Windows NT
MSI Installer für Windows 95/98/SE
Für Windows ME/2000 und XP wird der Installer nicht benötigt, bei diesen Betriebssystemen ist er schon eingebaut.

Mit Windows typischen Dialogen werden einige Daten abgefragt, mit
denen der Webserver vorkonfiguriert wird.
Wichtig ist hier die Angabe der "Network Domain" und des
"Server Name".
Da wir den Apache Webserver lokal betreiben wollen, reicht es
hier, jeweils "localhost" einzutragen.
Im selben Dialogfenster können wir uns entscheiden, ob wir
den Server automatisch bei jedem Booten, oder lieber manuell
starten möchten.
Ich habe hier die manuelle Variante gewählt.
Nach Abschluss der Installation, ist unser Webserver praktisch
schon einsatzbereit.
MySQL
Die Installation von MySQL:
Die MySQL Installation gestaltet sich ebenso einfach, wie die
des Apache Webservers.
Das heruntergeladene Archiv wird in ein temporäres
Verzeichnis entpackt. Anschließend den Installationsvorgang
durch auswählen der Datei "setup.exe" starten.
Während der Installation wird man gebeten, einen
Benutzernamen und ein Passwort anzugeben.
Nach Abschluss der Installation wechseln wir in das Verzeichnis,
in dem MySQL installiert worden ist, und dort in das
Unterverzeichnis "bin".

Durch Ausführen der Datei "winmysqladmin.exe" wird
der mysql Dienst gestartet. Hier können auch noch weitere
Konfigurationen von MySQL vorgenommen werden.
PHP
PHP installieren und konfigurieren:
Die *.zip Datei, die wir heruntergeladen haben, entpacken wir
nun in ein neues Verzeichnis, z.B. C:\php4.
Nach dem Entpacken finden wir die Datei "php.ini-dist"
in diesem Verzeichnis.
Diese Datei kopieren wir in das Windows Verzeichnis und benennen
sie in "php.ini" um.
Die "php.ini" müssen wir nun in einem Texteditor
wie z.B. Notepad öffnen, um noch einige Einstellungen
vorzunehmen.
Wir suchen in der *.ini Datei nach folgenden Zeilen:
;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
; Paths and Directories ;
;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
; The root of the PHP pages, used only if
nonempty.
doc_root =
; Directory in which the loadable
extensions (modules) reside.
extension_dir =
Bei "doc_root" tragen wir den kompletten Pfad zu dem
Verzeichnis "htdocs" im Apache Verzeichnis ein.
doc_root = C:\Programme\Apache
Group\Apache\htdocs
und bei "extension_dir" den kompletten Pfad zu dem
Verzeichnis "extensions" im php Verzeichnis.
extension_dir = C:\php4\extensions
Zum Abschluß der PHP Installation verschieben wir die Datei
"php4ts.dll" aus dem php Verzeichnis ins System32
Verzeichnis innerhalb des Windows Verzeichnisses (bei Windows 98
Systemen eventuell auch ins System Verzeichnis), und öffnen
die "httpd.conf" Datei im Apache/conf/ Verzeichnis mit
Notepad, oder einem anderen ASCII Editor.
In dieser Konfigurationsdatei müssen wir noch ein paar Zeilen
einfügen, damit unser php auch funktioniert. Diese drei Zeilen
müssen ergänzt, bzw. neu eingetragen werden, wobei
gegebenenfalls die Pfade noch angepasst werden müssen.
LoadModule php4_module
c:/php/sapi/php4apache.dll
AddModule mod_php4.c
AddType application/x-httpd-php
.php
Perl
Perl installieren:
Das *.zip Archiv, welches wir bei ActiveState heruntergeladen
haben, entpacken wir in ein neues Verzeichnis. Z.B. C:\Perl.
Nach dem Entpacken finden wir in diesem Verzeichnis eine Datei
"install.bat".
Diese führen wir nun aus, wobei Perl für unser System
automatisch konfiguriert wird. Dabei wir ein paar mal nach einer
Bestätigung abgefragt, die wir jedesmal mit "y"
bestätigen können.
Seit Kurzem findet sich auf der Active State Website statt dem
*.zip Archiv ein *.msi Archiv.
Dies ist der Standard Windows Installer. Ein entpacken ist hier
nicht nötig. Die Installation von Perl wird durch
Ausführen der *.msi Datei gestartet.
Eine weiter Konfiguration von Perl ist in unserem Fall auf dem
Windows System vorerst nicht mehr nötig.
Start
Der erste Start:
Entweder einfach die Apache.exe Datei doppelklicken, wobei sich
ein Konsolen (DOS) Fenster öffnet und Apache startet. Dieses
Konsolenfenster darf nicht geschlossen werden, da Apache sonst
wieder beendet wird.
Oder man startet den Webserver direkt aus der Konsole heraus,
wobei wir dann auch noch einen Parameter übergeben
können.
Zum Starten "apache -k start"
Zum Stoppen "apache -k shutdown"
Zum Neustarten "apache -k restart"
Am Zweckmäßigstens ist es hierfür jeweils eine
Verküpfung auf dem Desktop anzulegen.

Ist der Apache-Dienst korrekt gestartet, sieht man dies als
Ausgabe im Konsolenfenster.
Test
Der Test:
Wir starten unseren Webbrowser, und geben in die Adresszeile
http://localhost ein.
Wenn wir alles richtig gemacht haben, begrüßt uns der
Apache-Webserver mit seiner Startseite, und wir können uns
erstmal zufrieden zurücklehnen.

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten des Apache: